Projekt: SECOND LEG

Immer noch gilt in vielen Regionen der Welt: die Amputation als „Ende der Therapie“.  Betroffene werden mit ihrer Situation allein gelassen, und das Alleinsein ist dann unterschiedlich ausgeprägt: in entwickelten Ländern je nach Krankenkasse mit einer schlechter oder besser ausgestatteten Versorgung (Prothese), in weniger entwickelten Ländern in einem zur Verfügung gestellten Rollstuhl. Das Leben – prothetisch unversorgt – nimmt nach der Amputation eine weitere dramatische Wendung. 

Digitale Prozesse haben bisher kaum Einzug in der Rehabilitation nach Amputation gefunden. So gibt es etwa in Österreich eine dezidierte Reha, wo der Betroffene in mehreren Wochen seine Situation mit Prothese „finden“ muss. Der Prozess wird später aber kaum weiter begleitet, wieder wird der User mit seiner Situation „allein gelassen“. Durch fehlende Monitorisierung passiert es auch in Österreich, dass – auch wegen nicht vorhandenem Amputationsregister – Betroffene schlussendlich ohne prothetische Versorgung bleiben.   

Hier können digitale upcycling Prozesse ansetzen. Die erlernten Fähigkeiten in der idealen Modellregion “Rehazentrum” sollen möglichst in das Leben des Users mitgenommen werden. Das gelingt durch kontinuierliche Begleitung mit Hilfe digitaler Anwendungen.  

Die Life Sciences sind mitten in einem Transformationsprozess undmüssen sich heute drei globalen Trends stellen: (i) Ermächtigte Patienten und Personalisierung (health literacy), (ii) Big data eröffnet völlig neue Möglichkeiten in den eco-systems und Wertschöpfungsketten der Gesundheitssysteme & (iii) Regulatorische Anforderungen und Kosten des Gesundheitswesens steigen.

Unternehmen im Bereich Medizintechnik müssen die Chancen (und Herausforderungen), die die Digitalisierung bietet, annehmen. Industrie 4.0 steht nicht nur nicht im Widerspruch zu Nachhaltigkeit / Kreislaufwirtschaft, sondern wird dies fördern und stärken. Das Projekt SECOND LEG leistet einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft durch die Verknüpfung dreier Aspekte: (i) Recycling, (ii) Digitalisierung sowie (iii) Aufbau einer neuen Oragnisationsstruktur

Beiträge zu diesem Thema: http://saphenability.cooppa.at/category/second-leg/

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